Allgemeine Geschäftsbedingungen mit Kundeninformationen
- Geltungsbereich
- Angebote und Leistungsbeschreibungen
- Bestellvorgang und Vertragsabschluss
- Preise und Versandkosten
- Lieferung, Warenverfügbarkeit
- Zahlungsmodalitäten
- Eigentumsvorbehalt
- Retouren und Widerruf
- Sachmängelgewährleistung und Garantie
- Haftung
- Speicherung des Vertragstextes
- Schlussbestimmungen
1. Geltungsbereich, Kanäle, Produkte
1.1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Waren und Leistungen in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Fassung, die zwischen
Manokin e. U.
Leitengasse 41
9300 St. Veit an der Glan
info@manokin.at
(nachfolgend „Verkäufer“)
und Kunden (nachfolgend „Kunde“) abgeschlossen werden.
1.2. Diese AGB gelten insbesondere für Bestellungen/Verträge über folgende Webpräsenzen und Verkaufskanäle:
- www.manokin.at,
- celsius.manokin.at,
- shop.manokin.at,
- sowie für Vertragsabschlüsse vor Ort, per E-Mail, Telefon oder sonstige Fernkommunikationsmittel.
1.3. Individuelle schriftliche Vereinbarungen (z. B. Angebot/Auftragsbestätigung) gehen diesen AGB im Kollisionsfall vor.
1.4. Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
1.5. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Verkäufer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich zu.
2. Angebote und Leistungsbeschreibungen
2.1 Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung dar. Leistungsbeschreibungen in Katalogen sowie auf den Websites des Verkäufers haben nicht den Charakter einer Zusicherung oder Garantie.
2.2 Alle Angebote gelten „solange der Vorrat reicht“, wenn nicht bei den Produkten etwas anderes vermerkt ist. Im Übrigen bleiben Irrtümer vorbehalten.
3. Bestellvorgang und Vertragsabschluss
3.1. Der Kunde kann aus dem Sortiment des Verkäufers Produkte unverbindlich auswählen und diese über die Schaltfläche „IN DEN WARENKORB“ in einem so genannten Warenkorb sammeln. Innerhalb des Warenkorbes kann die Produktauswahl verändert, z.B. gelöscht werden. Anschließend kann der Kunde innerhalb des Warenkorbs über die Schaltfläche „WEITER ZUR KASSE“ zum Abschluss des Bestellvorgangs schreiten.
3.2. Über die Schaltfläche „ZAHLUNGSPFLICHTIG BESTELLEN“ gibt der Kunde einen verbindlichen Antrag zum Kauf der im Warenkorb befindlichen Waren ab. Vor Abschicken der Bestellung kann der Kunde die Daten jederzeit ändern und einsehen sowie mithilfe der Browserfunktion „zurück“ zum Warenkorb zurückgehen oder den Bestellvorgang insgesamt abbrechen. Notwendige Angaben sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.
3.3. Der Verkäufer schickt daraufhin dem Kunden eine automatische Empfangsbestätigung per E-Mail zu, in welcher die Bestellung des Kunden nochmals aufgeführt wird und die der Kunde über die Funktion „Drucken“ ausdrucken kann (Bestellbestätigung). Die automatische Empfangsbestätigung dokumentiert lediglich, dass die Bestellung des Kunden beim Verkäufer eingegangen ist und stellt keine Annahme des Antrags dar. Der Kaufvertrag kommt erst dann zustande, wenn der Verkäufer das bestellte Produkt innerhalb von 5 Tagen an den Kunden versendet, übergeben oder den Versand an den Kunden innerhalb von 5 Tagen mit einer zweiten E-Mail, ausdrücklicher Auftragsbestätigung oder Zusendung der Rechnung bestätigt hat. Die Annahme kann ferner durch eine seitens des Verkäufers an den Kunden gerichtete Zahlungsaufforderung und spätestens durch den Abschluss des Zahlungsvorgangs. Im Fall mehrerer Annahmevorgänge ist der früheste Annahmezeitpunkt maßgeblich. Nimmt der Verkäufer das Angebot des Kunden innerhalb der Annahmefrist nicht an, kommt kein Vertrag zustande und der Kunde wird nicht mehr an sein Angebot gebunden.
3.4 Im Fall von Kunden die Unternehmen sind, beträgt die vorgenannte Frist zur Versendung, Übergabe oder Bestellbestätigung sieben statt fünf Tage.
3.5. Sollte der Verkäufer eine Vorkassezahlung ermöglichen, kommt der Vertrag mit der Bereitstellung der Bankdaten und Zahlungsaufforderung zustande. Wenn die Zahlung trotz Fälligkeit auch nach erneuter Aufforderung nicht bis zu einem Zeitpunkt von 10 Kalendertagen nach Absendung der Bestellbestätigung beim Verkäufer eingegangen ist, tritt der Verkäufer vom Vertrag zurück mit der Folge, dass die Bestellung hinfällig ist und den Verkäufer keine Lieferpflicht trifft. Die Bestellung ist dann für den Käufer und Verkäufer ohne weitere Folgen erledigt. Eine Reservierung des Artikels bei Vorkassezahlungen erfolgt daher längstens für 10 Kalendertage.
4. Preise und Versandkosten
4.1. Alle Preise, die auf der Website des Verkäufers angegeben sind, verstehen sich einschließlich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer.
4.2. Zusätzlich zu den angegebenen Preisen berechnet der Verkäufer für die Lieferung Versandkosten oder die Versandkosten sind in den Produktpreisen bereits einkalkuliert. Die Versandkosten werden dem Käufer auf einer gesonderten Informationsseite und im Rahmen des Bestellvorgangs deutlich mitgeteilt.
5. Lieferung, Warenverfügbarkeit
5.1. Soweit Vorkasse vereinbart ist, erfolgt die Lieferung nach Eingang des Rechnungsbetrages in EUR auf dem jeweiligen Bankkonto des Verkäufers.
5.2. Sollte die Zustellung der Ware aus Gründen scheitern, die vom Kunden zu vertreten sind, insbesondere wegen unrichtiger oder unvollständiger Angaben, fehlender Erreichbarkeit trotz Avisierung, fehlender Zufahrtsmöglichkeit, fehlender Entlademöglichkeit, nicht geeignetem Entladeplatz oder nicht erfüllter bauseitiger Voraussetzungen, kann der Verkäufer dem Kunden die dadurch entstehenden notwendigen Mehrkosten in Rechnung stellen.
Dazu zählen insbesondere Kosten für Wartezeiten, eine erneute Zustellung, Rücktransport, Zwischenlagerung, Sonderlogistik, zusätzlich erforderliche Transportmittel oder sonstige notwendige Zusatzleistungen. Gesetzliche Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
5.3. Wenn das bestellte Produkt nicht verfügbar ist, weil der Verkäufer mit diesem Produkt von seinem Lieferanten ohne eigenes Verschulden nicht beliefert wird, kann der Verkäufer vom Vertrag zurücktreten. In diesem Fall wird der Verkäufer den Kunden unverzüglich informieren und ihm ggf. die Lieferung eines vergleichbaren Produktes vorschlagen. Wenn kein vergleichbares Produkt verfügbar ist oder der Kunde keine Lieferung eines vergleichbaren Produktes wünscht, wird der Verkäufer dem Kunden ggf. bereits erbrachte Gegenleistungen unverzüglich erstatten.
5.4. Kunden werden über Lieferzeiten und Lieferbeschränkungen (z.B. Beschränkung der Lieferungen auf bestimmten Länder) auf einer gesonderten Informationsseite oder innerhalb der jeweiligen Produktbeschreibung unterrichtet.
5.5 Im Fall von Kunden die Unternehmen sind, gilt, dass die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware auf die Käufer übergeht, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat; die angegebenen Lieferdaten und Fristen vorbehaltlich anderweitiger Zusagen und Vereinbarungen, keine Fixtermine sind.
5.6 Liefer- und Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt und aufgrund von unvorhersehbaren Ereignissen, die dem Verkäufer die Lieferung wesentlich erschweren oder unmöglich machen, hat der Verkäufer gegenüber Kunden, die Unternehmer sind, auch bei verbindlich vereinbarten Fristen und Terminen nicht zu vertreten. In diesem Fall ist der Verkäufer berechtigt, die Lieferung bzw. Leistung um die Dauer der Behinderung zuzüglich einer angemessenen Anlauffrist hinauszuschieben. Das Recht zur Hinausschiebung der Frist gilt gegenüber Kunden, die Unternehmer sind auch in Fällen unvorhersehbarer Ereignisse, die auf den Betrieb eines Vorlieferanten einwirken und weder von ihm noch von dem Verkäufer zu vertreten sind. Während der Dauer dieser Behinderung ist der Kunde ebenfalls von seinen vertraglichen Verpflichtungen entbunden, insbesondere der Zahlung. Ist die Verzögerung dem Kunden nicht zuzumuten, kann dieser nach einer von ihm zu setzenden angemessenen Frist oder einvernehmlicher Rücksprache mit dem Verkäufer durch schriftliche Erklärung vom Vertrag zurücktreten.
5.7. Sperrige Waren, Speditionsware, Palettenware, Sauna-Bausätze, Saunen, Badefässer, Tauchbecken und vergleichbare Produkte werden, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, frei Bordsteinkante geliefert.
Frei Bordsteinkante bedeutet, dass die Ware am LKW bzw. an der nächstmöglich erreichbaren, geeigneten Entladestelle übergeben oder abgestellt wird. Ein Weitertransport zur Verwendungsstelle, zum Aufstellort, in den Garten, über Stiegen, in Innenhöfe, auf Dachterrassen, Balkone oder in Gebäude ist nicht enthalten, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
5.8. Der Kunde hat vor der Bestellung zu prüfen, ob Zufahrt, Entladeplatz und – sofern relevant – der Trageweg für das bestellte Produkt geeignet sind. Der Entladeplatz muss ausreichend befestigt, eben und sicher erreichbar sein.
Erforderliche Genehmigungen, Halteverbote, Straßensperren, Zufahrtsfreigaben oder sonstige organisatorische Maßnahmen sind vom Kunden rechtzeitig zu organisieren, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
5.9. Kran, Möbellift, Sondertransport, Sonderlogistik, zusätzliche Tragehelfer, erschwerte Trageleistungen, Vertragen über längere Strecken oder über Stiegen sowie sonstige Leistungen über die vereinbarte Standardlieferung hinaus sind nur dann Bestandteil des Vertrags, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden.
5.10. Montageleistungen sind optionale Zusatzleistungen und nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart oder im Angebot, im Warenkorb, in der Bestellung oder in der Auftragsbestätigung ausgewiesen sind. Art und Umfang der Montage richten sich nach der jeweiligen Produktbeschreibung, dem Angebot oder der individuellen Vereinbarung.
5.11. Ist eine Montage vereinbart, muss der Aufstellort zum Montagetermin vorbereitet, eben, tragfähig, frei zugänglich und für die Montage geeignet sein. Fundament, Untergrund, Stromanschluss, Wasseranschluss, Abwasseranschluss und sonstige bauseitige Vorbereitungen müssen vor Montagebeginn fertiggestellt sein, soweit sie für das jeweilige Produkt erforderlich sind.
Erforderliche bauseitige Helfer sind vom Kunden rechtzeitig bereitzustellen, sofern dies in der Produktbeschreibung, im Angebot oder in der Vereinbarung vorgesehen ist.
5.12. Sind die vereinbarten Voraussetzungen für Lieferung oder Montage nicht erfüllt und entstehen dadurch Wartezeiten, Mehrkosten, eine erschwerte Durchführung oder eine nicht mögliche Lieferung bzw. Montage, kann der Verkäufer die dadurch entstehenden notwendigen Mehrkosten dem Kunden in Rechnung stellen, soweit diese Umstände vom Kunden zu vertreten sind. Gesetzliche Rechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
6. Zahlungsmodalitäten
6.1. Der Kunde kann im Rahmen und vor Abschluss des Bestellvorgangs aus den zur Verfügung stehenden Zahlungsarten wählen. Kunden werden über die zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel auf einer gesonderten Informationsseite unterrichtet.
6.2. Ist die Bezahlung per Rechnung möglich, hat die Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Ware und der Rechnung zu erfolgen. Bei allen anderen Zahlweisen hat die Zahlung im Voraus ohne Abzug zu erfolgen.
6.3. Werden Drittanbieter mit der Zahlungsabwicklung beauftragt, z.B. Paypal. gelten deren Allgemeine Geschäftsbedingungen.
6.4. Ist die Fälligkeit der Zahlung nach dem Kalender bestimmt, so kommt der Kunde bereits durch Versäumung des Termins in Verzug. In diesem Fall hat der Kunde die gesetzlichen Verzugszinsen zu zahlen.
6.5. Die Verpflichtung des Kunden zur Zahlung von Verzugszinsen schließt die Geltendmachung weiterer Verzugsschäden durch den Verkäufer nicht aus.
6.6. Ein Recht zur Aufrechnung steht dem Kunden nur zu, wenn seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt oder von dem Verkäufer anerkannt sind. Der Kunde kann ein Zurückbehaltungsrecht nur ausüben, soweit die Ansprüche aus dem gleichen Vertragsverhältnis resultieren.
7. Eigentumsvorbehalt und Stornogebühr
7.1 Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben die gelieferten Waren im Eigentum des Verkäufers.
7.2 Für Kunden die Unternehmer sind, gilt ergänzend: Der Verkäufer behält sich das Eigentum an der Ware bis zur vollständigen Begleichung aller Forderungen aus einer laufenden Geschäftsbeziehung vor.
7.3 Für Kunden, die Unternehmer sind, gilt ergänzend: Der Käufer ist verpflichtet, solange das Eigentum noch nicht auf ihn übergegangen ist, die Kaufsache pfleglich zu behandeln. Insbesondere ist er verpflichtet, diese, sofern angemessen oder branchenüblich, auf eigene Kosten gegen Diebstahl-, Feuer- und Wasserschäden ausreichend zum Neuwert zu versichern. Müssen Wartungs- und Inspektionsarbeiten durchgeführt werden, hat der Käufer diese auf eigene Kosten rechtzeitig auszuführen. Die Verarbeitung oder Umbildung der Vorbehaltsware durch den Kunden wird stets für den Verkäufer vorgenommen. Wird die Vorbehaltsware mit anderen, dem Verkäufer nicht gehörenden Gegenständen verarbeitet, so erwirbt der Verkäufer das Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis des Wertes der Vorbehaltsware zu den anderen verarbeiteten Gegenständen zur Zeit der Verarbeitung. Für die durch Verarbeitung entstehende Sache gilt im Übrigen das gleiche wie für die Vorbehaltsware. Der Kunde tritt auch die Forderung zur Sicherung der Forderungen gegen ihn ab, die durch die Verbindung der Vorbehaltsware mit einem Grundstück gegen einen Dritten erwachsen. Zugriffe Dritter auf die im Eigentum oder Miteigentum des Verkäufers stehenden Güter sind vom Kunden unverzüglich anzuzeigen. Durch solche Eingriffe entstehenden Kosten für eine Drittwiderspruchsklage oder Kosten für eine außerprozessuale Freigabe trägt der Kunde. Der Kunde ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordentlichen Geschäftsgang weiter zu verkaufen. Die aus Weiterverkauf oder sonstigem Rechtsgrund bezüglich der Vorbehaltsware entstehenden Forderungen (einschließlich sämtlicher Saldoforderungen aus Kontokorrent) tritt der Kunde bereits sicherungshalber in vollem Umfang an den Verkäufer ab. Der Verkäufer ermächtigt den Kunden widerruflich, die an den Verkäufer abgetretenen Forderungen für seine Rechnung und in seinem eigenen Namen einzuziehen. Diese Einzugsermächtigung kann widerrufen werden, wenn der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachkommt. Der Verkäufer verpflichtet sich, die dem Verkäufer zustehenden Sicherheiten auf Verlangen des Kunden freizugeben, als ihr Gesamtverkaufswert die Summe aller noch offenen Forderungen des Verkäufers aus der Geschäftsverbindung um mehr als 10% (bei Vorliegen eines Verwertungsrisikos um mehr als 50%) übersteigt. Die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten obliegt dem Verkäufer.. Mit Tilgung aller Forderungen des Verkäufers aus Liefergeschäften gehen das Eigentum an der Vorbehaltsware und die abgetretenen Forderungen an den Käufer über. Die Auswahl der freizugebenden Sicherheiten obliegt dem Verkäufer.
7.4. Bei Verbrauchern gelten für Rücktritt/Widerruf die gesetzlichen Bestimmungen (siehe Punkt 8). Der Verkäufer verrechnet sofern zutreffend den tatsächlich entstandenen Schaden.
Im Unternehmergeschäft (B2B) gilt: Bei Stornierung durch den Kunden nach Auftragserteilung oder bei schuldhaftem Annahmeverzug kann der Verkäufer – unbeschadet eines weitergehenden Schadenersatzes – eine pauschalierte Entschädigung in Höhe von 30 % des Bruttogesamtpreises verlangen, sofern der Kunde nicht nachweist, dass dem Verkäufer kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
7.5. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen sowie ein allfälliger Anspruch auf Ersatz notwendiger und zweckentsprechender Mahn- und Inkassokosten.
8. Rücktritt/Widerruf, Rücknahmen, Rücksendekosten
8.1. Ein gesetzliches Rücktritts-/Widerrufsrecht besteht nicht bei allen Verträgen, sondern nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen eines Fernabsatzvertrags oder eines außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrags (Auswärtsgeschäft) vorliegen und der Kunde Verbraucher ist. Bitte senden Sie Waren in Original- oder geeigneter Schutzverpackung zurück. Gesetzliche Rücktritts-/Widerrufsrechte werden dadurch nicht eingeschränkt; ein etwaiger Wertverlust ist vom Verbraucher nur nach den gesetzlichen Bestimmungen zu ersetzen.
8.2. Sofern ein gesetzliches Rücktritts-/Widerrufsrecht besteht, beträgt die Frist 14 Tage (gerechnet nach den gesetzlichen Regeln, typischerweise ab Erhalt der Ware).
8.3. Ein gesetzliches Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht besteht nach den gesetzlichen Bestimmungen insbesondere nicht bei Waren, die nach Kundenspezifikationen angefertigt werden oder eindeutig auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind. Dies kann insbesondere bei individuell geplanten, nach Kundenwunsch gefertigten oder projektbezogenen Produkten der Fall sein.
Bei standardisierten Produkten aus dem Online-Shop, die lediglich mit vordefinierten Auswahlmöglichkeiten oder Standardoptionen bestellt werden, gilt dieser Ausschluss nicht automatisch. Ob ein gesetzliches Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht besteht oder ausgeschlossen ist, richtet sich nach der konkreten Ausführung, der Art der Bestellung und den gesetzlichen Bestimmungen.
8.4. Macht ein Verbraucher von einem bestehenden gesetzlichen Rücktritts- bzw. Widerrufsrecht Gebrauch, trägt er die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Ware, sofern er darüber vor Vertragsabschluss ordnungsgemäß informiert wurde.
Bei Waren, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht normal mit der Post zurückgesendet werden können, werden die Rücksendekosten vor Vertragsabschluss beim jeweiligen Produkt, im Angebot, im Warenkorb, im Checkout oder auf andere geeignete Weise angegeben.
8.5. Die Ware ist unverzüglich, spätestens binnen 14 Tagen ab Abgabe der Rücktritts- bzw. Widerrufserklärung, zurückzustellen oder – wenn eine Abholung vereinbart wurde – transportsicher zur Abholung bereitzustellen.
Die Ware muss vollständig, sorgfältig und transportsicher verpackt sein. Nach Möglichkeit ist die Originalverpackung zu verwenden; andernfalls ist eine gleichwertige geeignete Verpackung zu verwenden.
8.6. Der Verbraucher hat Wertersatz nur dann zu leisten, wenn ein Wertverlust auf einen Umgang mit der Ware zurückzuführen ist, der zur Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise der Ware nicht notwendig war.
Eine bereits erfolgte Montage, Benutzung, unsachgemäße Lagerung, Beschädigung, Verschmutzung, fehlende Teile oder eine unzureichende Verpackung beim Rücktransport können zu Wertersatz führen, soweit dies gesetzlich zulässig ist.
8.7. Unabhängig von gesetzlichen Rechten kann der Verkäufer in Einzelfällen eine Rücknahme, Änderung oder Stornierung aus Kulanz anbieten. Ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. Etwaige Konditionen, insbesondere Transport, Abholung, Wertminderung, Aufwand oder Kosten, werden in diesem Fall individuell schriftlich vereinbart.
9. Sachmängelgewährleistung und Garantie
9.1. Die Gewährleistung (Mängelhaftung) bestimmt sich vorbehaltlich folgender Regelungen nach gesetzlichen Vorschriften.
9.2. Eine Garantie besteht bei den vom Verkäufer gelieferten Waren nur, wenn diese ausdrücklich abgegeben wurde. Kunden werden über die Garantiebedingungen vor der Einleitung des Bestellvorgangs informiert.
9.3 Ist der Kunde Unternehmer, so hat er die Ware unbeschadet gesetzlicher Rügeobliegenheiten unverzüglich zu untersuchen und erkennbare Sachmängel gegenüber dem Lieferanten unverzüglich, spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Ablieferung, schriftlich und nicht erkennbare Sachmängel unverzüglich, spätestens innerhalb von zwei Wochen nach Feststellung, anzuzeigen. Handelsübliche, gemäß Gütenormen zulässige oder geringe Abweichungen in Qualität, Gewicht, Größe, Dicke, Breite, Ausrüstung, Musterung und Farbe sind keine Mängel.
9.4 Ist der Kunde Unternehmer, erfolgt die Wahl zwischen Nachbesserung oder Nachlieferung mangelhafter Ware durch den Verkäufer.
9.5 Sachmängel verjähren unbeschadet der Haftungsregelungen dieser AGB bei Kunden die Unternehmer sind, grundsätzlich ein Jahr nach Gefahrenübergang, soweit nicht kraft Gesetzes, insbesondere bei Sonderbestimmungen für den Rückgriff des Unternehmers, zwingend längere Fristen vorgeschrieben sind. Bei gebrauchten Waren ist die Gewährleistung von Kunden die Unternehmer sind, ausgeschlossen.
9.6. Bei Kunden, die Unternehmer sind, ist der Verkäufer im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung – sofern nicht zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen oder ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde – nicht verpflichtet, Kosten für den Ausbau mangelhafter Ware, den Einbau oder das Anbringen nachgebesserter oder ersatzweise gelieferter Ware, Anschlussarbeiten, Kranarbeiten, Montagearbeiten, Fachfirmen, Hilfspersonal oder sonstige Folgekosten zu übernehmen.
Gesetzliche Gewährleistungsrechte von Verbrauchern bleiben unberührt.
9.7 Bei Produkten, welche handgefertigt sind, ergeben sich aus Abweichungen, die durch die handwerkliche Herstellung bedingt und im Rahmen des üblichen sind, keine wie auch immer gearteten Ansprüche des Kunden. Dies gilt insbesondere für Holz. Holz ist ein Naturmaterial. Maß- und Farbabweichungen, Astbilder sowie Quellen/Schwinden und daraus resultierende geringfügige Veränderungen (z. B. durch Temperatur- und Feuchteschwankungen) sind materialtypisch und stellen für sich allein keinen Mangel dar.
9.8. Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, umfasst die Lieferung ausschließlich die Lieferung der bestellten Ware im vereinbarten Umfang. Montage, Aufbau, Verschraubung, Fundamentarbeiten, Kranarbeiten, Sondertransport, Vertragen zur Verwendungsstelle sowie Anschlüsse für Elektro, Wasser, Abwasser oder sonstige Medien sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs.
Saunaofen, Steuerung, Sensoren, Bedienteile, Beleuchtung, elektrische Komponenten, Ofenmontage und Verkabelung sind nur enthalten, wenn sie ausdrücklich im Produkt, im Angebot, im Warenkorb, in der Bestellung oder in der Auftragsbestätigung ausgewiesen sind.
Das Einsetzen oder Montieren des Saunaofens sowie das Einfüllen der Saunasteine sind nur enthalten, wenn dies ausdrücklich vereinbart oder im jeweiligen Angebot ausgewiesen wurde.
Bauseitige Leistungen wie Fundament, geeigneter Untergrund, Stromzuleitung, Absicherung, Erdung, Wasseranschluss, Abwasseranschluss, Kran, Zufahrtsfreigaben, Halteverbote, Straßensperren oder sonstige Vorbereitungen sind vom Kunden rechtzeitig und fachgerecht herzustellen bzw. zu organisieren, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
9.9. Der elektrische Anschluss eines Saunaofens (inkl. Steuerung) hat durch einen zertifizierten/konzessionierten Elektriker nach den jeweils geltenden Vorschriften zu erfolgen.
Geht ein Saunaofen innerhalb einer bestehenden Herstellergarantie (Garantiebedingungen des Herstellers) defekt, unterstützen wir die Abwicklung und – sofern vom Hersteller vorgesehen – den Austausch des Geräts.
Wichtig: Für Arbeiten vor Ort (insbesondere Diagnose, Aus- und Einbau, Anschluss/Abschlussmessungen) hat der Kunde den Elektriker beizustellen; die Kosten des Elektrikers trägt der Kunde, soweit nicht zwingendes Gewährleistungsrecht im Einzelfall etwas anderes vorschreibt. (Gesetzliche Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.)
9.10. Durch saisonale Temperatur- und Feuchteschwankungen kann es bei Holzkonstruktionen zu Änderungen der Spaltmaße kommen; in der Praxis kann dadurch eine Nachjustage (z. B. Schließblech/Schlossposition, Türbänder) erforderlich werden. Solche Justagearbeiten sind vom Kunden selbst oder durch ein vom Kunden beauftragtes Fachunternehmen durchzuführen. Wir unterstützen im Rahmen des Zumutbaren (z. B. per Anleitung/Telefon/Video) und werden – wo möglich – versuchen, Themen kulant und pragmatisch zu lösen.
10. Haftung
10.1. Für eine Haftung des Verkäufers auf Schadensersatz gelten unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen folgende Haftungsausschlüsse und -begrenzungen.
10.2. Der Verkäufer haftet unbeschränkt, soweit die Schadensursache auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruht.
10.3. Ferner haftet der Verkäufer für die leicht fahrlässige Verletzung von wesentlichen Pflichten, deren Verletzung die Erreichung des Vertragszwecks gefährdet, oder für die Verletzung von Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. In diesem Fall haftet der Verkäufer jedoch nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Der Verkäufer haftet nicht für die leicht fahrlässige Verletzung anderer als der in den vorstehenden Sätzen genannten Pflichten.
10.4. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, für einen Mangel nach Übernahme einer Garantie für die Beschaffenheit des Produktes und bei arglistig verschwiegenen Mängeln. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
10.5. Soweit die Haftung des Verkäufers ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung von Arbeitnehmern, Vertretern und Erfüllungsgehilfen.
11. Speicherung des Vertragstextes
11.1. Der Kunde kann den Vertragstext vor der Abgabe der Bestellung an den Verkäufer ausdrucken, indem er im letzten Schritt der Bestellung die Druckfunktion seines Browsers nutzt.
11.2. Der Verkäufer sendet dem Kunden außerdem eine Bestellbestätigung mit allen Bestelldaten an die von Ihm angegebene E-Mail-Adresse zu. Mit der Bestellbestätigung, spätestens jedoch bei der Lieferung der Ware, erhält der Kunde ferner eine Kopie der AGB nebst Widerrufsbelehrung und den Hinweisen zu Versandkosten sowie Liefer- und Zahlungsbedingungen. Darüber hinaus speichern wir den Vertragstext, machen ihn jedoch im Internet nicht zugänglich.
11.3 Kunden die Unternehmer sind, können die Vertragsunterlagen per E-Mail, schriftlich oder Verweis auf eine Onlinequelle erhalten.
12. Schlussbestimmungen
12.1. Für Kunden, die Unternehmer sind, ist Erfüllungsort für Lieferungen und Zahlungen der Sitz des Verkäufers. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Bestimmungen.
12.2. Für Unternehmer gilt als ausschließlicher Gerichtsstand – soweit gesetzlich zulässig – das sachlich zuständige Gericht am Sitz des Verkäufers. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.
12.3. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dadurch zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, nicht eingeschränkt werden.
12.4. Vertragssprache ist deutsch.
12.5. Plattform der Europäischen Kommission zur Online-Streitbeilegung (OS) für Verbraucher: http://ec.europa.eu/consumers/odr/. Wir sind nicht bereit und nicht verpflichtet an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

